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Hallo, liebe Star Trek--Fans
Hier möchte ich euch eine Leseprobe zu meiner FanFiction-Geschichte: STAR TREK - BREAKABLE vorstellen. Die einzelnen Kapitel der Geschichte kannst du, als registrierter User, als PDF´s downloaden.
Viel Vergnügen mit diesem kleinen Ausblick auf die Geschichte ulimann644
PROLOG
Auf der Erde schrieb man das Jahr 2167. Seit Machtergreifung der Imperatrice Hoshi Sato, im Januar 2155 sind somit rund zwölf Jahre vergangen. Anfangs hatte die Admiralität noch gedacht, spielend mit dieser zierlichen, jungen Frau und ihren machtbesessenen Ambitionen fertig zu werden, doch damit hatten sie sich in einem Irrtum befunden. Mit der Macht der USS DEFIANT im Rücken, die von den Tholians aus einem Paralleluniversum in dieses gelockt worden war und dazu mindestens einhundert Jahre aus der Zukunft stammte, hatte sie die Flottenoffiziere auf ihre Seite gebracht. Gleichzeitig hatte ein Kommandotrupp der an Bord befindlichen MACO´s unter der Führung ihres damaligen Favoriten, Travis Mayweather, den Imperialen Palast gestürmt und den amtierenden Imperator, zusammen mit einigen seiner Getreuen, kurzerhand umgebracht. Bei diesem Einsatz kam, zu Satos Bedauern, Travis Mayweather ums Leben. Nicht zuletzt diese rücksichtslose Vorgehensweise, und das Versprechen, eine Flotte bauen zu lassen, die der Rebellion ein rasches und endgültiges Ende bereiten würde, hatten ihr die Sympatien der Flotten-Captains eingebracht, denen es im Grunde genommen egal war, wer gerade Imperator war. So lange nur genügend Mittel für eine starke Raumflotte zur Verfügung standen. Auch ein Großteil des Admiralstabes schlug sich auf Hoshi Satos Seite und die Wenigen, die den nötigen Enthusiasmus für ihre Person vermissen ließen, wurden kurzerhand beseitigt; nicht wenige davon von den eigenen Kollegen, die sich dadurch Aufstiegschancen erhofften. Beim einfachen Volk genoss die Imperatrice schon bald nach ihrem Amtsantritt große Beliebtheit, nicht zuletzt desswegen, weil sie, nachdem ihre Macht endgültig konsolidiert war, zahlreiche erfolgreiche Kampfeinsätze der umbenannten ISS DEFIANT selbst mitgeflogen war. Dazu trug sie einen nicht geringen persönlichen Anteil des Erfolges daran, den Krieg gegen die Tholians noch im selben Jahr ihrer Machtergreifung siegreich zu beenden. Ein Jahr später hatten sich die Romulaner der Rebellion angeschlossen, und waren in den Krieg gegen das Imperium eingetreten, doch Dank Satos kompromisslosem Einsatz der Defiant gegen die romulanische Rüstungswelt Tremos und der völligen Zerstörung der planetaren und orbitalen romulanischen Flottenbasen, erlitten sie einen empfindlichen Rückschlag, der die Eroberungspläne des Prätors vorerst zunichte machte. Anders als ihre Vorgänger war sie darauf bedacht, nicht den engeren Kontakt zu ihren Frontoffizieren zu verlieren. Auf diese Weise gewann sie gleichzeitig Respekt und war in der Lage, die Stimmung unter ihren Schiffskommandanten auszuloten, was ihr ein sehr wichtiges, persönliches Anliegen war. Denn stets war der Sturz eines Imperators aus den Reihen des Militärs erfolgt und Imperatrice Hoshi Sato hatte sich geschworen, niemals diesen Fehler ihrer Vorgänger zu widerholen. Das sie nun, nach dreizehn Jahren, gefestigter denn je, die Macht noch immer in ihren Händen hielt, schien ihrer Vorgehensart Recht zu geben. Anfangs hatten einige ambitionierte Flottenoffiziere, kurz nach dem Tod von Travis Mayweather, den kühnen Plan um die romantische Gunst der Imperatrice zu werben, was sich für einige von ihnen als fatale Entscheidung herausstellen sollte, denn Hoshi Sato dachte nicht im Traum daran, ihre Macht mit irgend einem Mann zu teilen. Das einzige, was sie mit ihnen zu teilen gedachte, war das Bett und das auch nicht für längere Zeit. Schnell machte die Nachricht die Runde, dass Hoshi Sato die unangenehme Eigenschaft hatte, ihren Liebhabern kurzerhand die Kehle durchzuschneiden, oder aber sie zu vergiften wenn sie ihrer überdrüssig wurde. Auch dem Letzten wurde dadurch klar, dass es für die Imperatrice - den Einen - nicht gab, sondern nur - Einen mehr. Erste nach fünfjähriger Amtszeit änderte sich diese Tatsache, als Commander Jeffrey Gardner, der Sohn von Fleetadmiral Gardner, in Hoshi Satos Leben trat - und das auf eindrucksvolle Art und Weise. Während einer strategischen Besprechung im Planungssaal des Imperialen Palastes, brachte der gut aussehende junge Stabsoffizier seinen eigenen Vater um und legte der Imperatrice Beweise vor, dass Flottenadmiral Gardner und einige seiner Stabsoffiziere eine Verschwörung gegen Sato vorbereiteten. Beeindruckt von Jeffrey Gardners Loyalität beförderte Hoshi Sato ihn umgehend zum Captain und gab ihm das Kommando über die ISS DEFIANT. Von da an kreuzten sich ihre Wege regelmäßig, wobei Hoshi Sato, außer seines guten Aussehens und seiner unbedingten Loyalität am meisten an ihm gefiel, dass er keinerlei politische Ambitionen hegte. Mehr als einmal hatte sie ihm einen Ministerposten angeboten, doch er hatte stets angewidert abgelehnt, mit der Versicherung, dass er lieber wieder als Kadett auf dem schäbigsten Kriegsschiff des Imperiums Dienst tun würde, als sich von den windigen Speichelleckern des Imperialen Senats das Fell über die Ohren ziehen zu lassen. Anders als bei ihren bisherigen Liebschaften, fiel die Imperatrice nicht wie eine Wildkatze über Captain Gardner her, sondern sie gab ihm, und sich selbst, ganz entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten, Zeit einander kennen zu lernen. In der Tat musste sie ihn nicht weniger als siebzehn Mal zum Dinner in den Palast bestellen, bevor er ihren Avancen endlich nachgab. Vielleicht war dieses vorsichtige an-einander-herantasten einer der Gründe, warum sie seit dieser Zeit bis heute zusammen waren. Vielleicht aber auch die Tatsache, dass sie einander, trotz eines seit fünf Jahren bestehenden Ehekontrakts zwischen ihnen, jegliche Freiheit gelassen hatten und keiner den Anderen ganz für sich vereinnahmt hatte. Beide vertraten die Ansicht, dass es ewig andauernde Liebe zwischen einem Mann und einer Frau nicht geben konnte, obwohl sie vielleicht gerade diese aufrichtige Liebe, länger verband als sie bereit gewesen wären sich einzugestehen. Ein Jahr nach der Schließung ihres Ehekontrakts waren sie, nach hitzigen Debatten, überein gekommen, die ISS DEFIANT endgültig aus dem aktiven Dienst zu nehmen - da einerseits die massiv aufgerüstete Imperiale Flotte auch ohne die DEFIANT in der Lage sein würde, die Rebellen weiterhin in Schach zu halten - und es andererseits dringend an der Zeit war, die Technik der DEFIANT bis ins kleinste zu studieren um eines, nicht fernen, Tages selbst solche Schiffe bauen zu können. Allein die unglaublich fortgeschrittene Schildtechnik suchte Ihresgleichen, ganz zu schweigen von der weit überlegenen Feuerkraft der Phaser und Photonen-Torpedos. Letztere wurden zu diesem Zeitpunkt bereits eingehend studiert und schon bald in Serie hergestellt um in die bestehenden Waffensysteme der Imperialen Flotte integriert zu werden. Die Adaption der übrigen DEFIANT-Technik gestaltete sich jedoch wesentlich schwieriger als zunächst angenommen, was hauptsächlich an der fortschrittlichen Mikrobauweise lag, die man zuerst einmal neu entwickeln musste, um Aggregate von vergleichbarer Qualität und Wirkungsweise herzustellen. Erst im Jahre 2165 gelang der erste erfolgreiche Testflug eines Warp 7-Flottenneubaus. Der Test eines früheren Prototypen, zwei Jahre zuvor hatte mit der völligen Vernichtung des Schiffes, wenige Sekunden nach dem Aktivieren des Warp-Antriebs geendet, und es war mehr dem Zufall zu verdanken, dass Flottenadmiral Jeffrey Gardner, der zu diesem Zeitpunkt mit rigelianischem Fieber das Bett hüten musste, nicht an Bord war. Nichts hatte ihn jedoch davon abgehalten, das persönliche Kommando des zweiten Prototypen, der I.X.-PULSAR zu übernehmen. Zur doppelten Erleichterung der Imperatrice war der Testflug dieses Prototypen ein voller Erfolg, denn vor wenigen Monaten hatten sich die Gorn offiziell der Rebellion angeschlossen - zusammen mit den Romulanern eine brisante Mischung. Ebenfalls erfolgreich waren die Tests der nachgebauten und dabei gleichzeitig nochmals verbesserten Waffensysteme verlaufen. Seitdem waren sämtliche Werften voll ausgelastet. Während rund vierzig Prozent damit beschäftigt war, die bestehenden Einheiten der Flotte umzurüsten auf die neuen Energie-, Antriebs- und Waffensysteme, entstanden auf den verbleibenden sechzig Prozent die neuen Kreuzer der Pulsar-Klasse. Schon sehr bald sollte der erste dieser mächtigen neuen Schlachtkreuzer vom Stapel laufen - wobei Imperatrice Hoshi Sato das Schiff höchstpersönlich taufen sollte...
* * *
Die zierliche schwarzhaarige Frau trat, nur in Stiefel und in einen dünnen, bodenlangen Umhang gekleidet, hianus auf die Dachterrasse des Imperialen Palastes, der dort errichtet worden war, wo ehemals der Champs Elysees Palast gestanden hatte. Die Frau mit den energischen Gesichtszügen konnte nicht verleugnen, dass sie japanischer Abstammung war - einen Großteil ihrer Kindheit hatte sie in Kyoto verbracht. Ein spöttisches Lächeln überflog ihre Lippen, als sie daran dachte, einmal vorgehabt zu haben, nach Niederschlagung der Rebellion, wieder nach Brasilien zurück zu kehren und, so wie vor dem Krieg, wieder als Lehrerin tätig zu werden. Der Krieg gegen die Allianz der Rebellen hatte sie verändert. Wie naiv und unerfahren sie doch gewesen war, als sie von Captain Forrest für den Dienst an Bord der I.S.S. ENTERPRISE angefordert worden war. Kein Wunder, dass sie dem brutalen Charme seines Ersten Offiziers, Commander Archer, so schnell erlegen war. Er hatte sie sich genommen, ohne lange zu fackeln, und sie, Hoshi Sato, hatte es widerstandslos geschehen lassen. Damals hatte sie noch an die Große Liebe geglaubt, die ein Leben lang anhält - wie lächerlich das doch gewesen war. Verächtlich schürzte sie die Lippen. Commander Archer war seit mehr als zwölf Jahren tot - gestorben durch ihre eigene Hand. Sie hatte ihn kalt lächelnd vergiftet, nachdem er ihr nicht mehr von Nutzen gewesen war. Nachträglich betrachtet war dies zweifellos die wichtigste Entscheidung ihres Lebens gewesen, denn gleichzeitig mit der Planung von Archers Ermordung hatte sie sich auf einen Weg begeben, von dem es kein Zurück mehr gab. Damals hatte sie sich, in einem jener seltenen Momente vollkommener Klarheit, dazu entschlossen die Macht an sich zu reißen und selbst Imperatrice zu werden. Für einen kurzen Moment lang hatte sie seinerzeit glasklar erkannt, wie marode und korrupt das Imperium geworden war, und dass nur eine radikale und vollständige Erneuerung das Reich wieder zu Ruhm und Größe würde führen können. Ein leichtes Frösteln überkam sie, als der Ostwind in Böen auffrischte und sie zog den Umhang enger um ihren zierlichen, sportlichen Körper. Jetzt Anfang Mai war die letzte Stunde vor Sonnenaufgang noch empfindlich kühl. Gedankenverloren blickte sie nach links, am Place de la Concorde vorbei, zum östlichen Horizont wo sich der nahende Sonnenaufgang am ansonsten dunkelblauen, wolkenlosen Himmel als purpurroter Streifen ankündigte. Danach schweifte ihr Blick nach rechts ab, über die Seine hinweg, zum Eiffelturm. Erst nach einer geraumen Weile realisierte sie, dass, wie meistens wenn sie an die Tage ihrer Machtergreifung zurück dachte, Captain Forrest vor ihrem inneren Auge aufgetaucht war. Obwohl sie ihn, mehr oder weniger, nur dazu benutzt hatte um von Commander Archer los zu kommen, hatte er sie anscheinend bis zuletzt wirklich geliebt, und dass obwohl er hatte durchblicken lassen, dass er ihre Beweggründe durchschaut hatte. Doch erst als er beim Angriff der Tholians, bis zuletzt an Bord blieb um, nicht der Mannschaft sondern IHR die Rettung zu ermöglichen und sich selbst dabei opferte, hatte sie das in vollem Umfang erkannt. Seltsamerweise sah sie im Geiste jede Einzelheit von Forrests Gesicht vor sich, während es ihr schwerfiel sich an bestimmte Einzelheiten von Travis Mayweathers Gesicht zu erinnern. Sicher, er hatte ihr bei der Beseitigung von Archer und dem damaligen Imperator geholfen, dennoch hatte sie seinen Tod bereits wenige Wochen später vollkommen verdrängt. Die kurze Zeit ihres Zusammenseins kam ihr heute fast irreal vor, so als wäre es nur ein flüchtiger Traum gewesen. Als der Wind erneut auffrischte schloss die Imperatrice ihre Augen und drehte ihr Gesicht wieder gen Osten um für einen langen Moment die kühle Brise auf ihrer Haut und in ihren langen, schwarzen Haaren zu spüren. Erst als sie vom Terrasseneingang her leise Geräusche hörte, öffnete sie ihre Augen wieder und blickte sich über die Schulter um. Im Rahmen der Tür, die zu ihrem Schlafgemach führte, stand ein junger, hochgewachsener Mann, nur mit seiner Anzughose bekleidet und sah verschlafen zu ihr hinüber. Hoshi Sato lächelte amüsiert als sie flüchtig an seine äußerliche Ähnlichkeit zu ihrem Mann denken musste. Seit sie Jeffrey Gardner kannte, zog es sie anscheinend immer wieder zu diesem Typ Mann hin. Obwohl man bei diesem dreiundzwanzigjährigen Systemanalytiker kaum von einem Mann sprechen konnte - der Begriff: "Großer Junge" hätte es wohl eher getroffen. Aber zweifellos hatte er einige, sehr angenehme, Talente - dass musste man ihm lassen... Die Japanerin winkte ihn, verführerisch lächelnd, zu sich und beobachtete aufmerksam, wie sich ihr der gut aussehende, blonde Computeranalytiker langsam näherte. Sie bemerkte sein unmerkliches Zögern und den Anflug von Unsicherheit und sie wusste sehr wohl, was der Grund dafür war. Gestern abend hatte er verdrängt, wer sie war. Jetzt da langsam wieder seine nüchterne Überlegung die Oberhand gewann wurde ihm bewußt, dass er letzte Nacht mit der Imperatrice des Terranischen Imperiums geschlafen hatte. Noch dazu war Hoshi Sato eine verheiratete Frau. Und jetzt wusste er nicht so recht mit dieser Situation umzugehen. Natürlich ahnte er nichts von der stillschweigenden Vereinbarung zwischen ihr und ihrem Mann. Auch Jeff würde sich während seiner Ausflüge ins All kaum langweilen. Momentan weilte er nicht auf der Erde. Sie wußte nur, dass er, wieder einmal, mit dem Prototyp I.X. PULSAR in den Tiefen des Weltalls unterwegs war, was meistens darin gipfelte, dass er eine neue waffentechnische Entwicklung praktisch erprobte. Die Offiziere des Flottenstabes auf der Erde waren dann die letzten die davon erfuhren. Wenn sie davon erfuhren... "Na, komm schon her", hauchte sie dem Jungen, fast flüsternd, entgegen und wandte sich ihm zu. "Oder hast du etwa Angst vor mir?" Systemanalytiker Conrad Worronow folgte ihrer Anweisung, denn eine solche war es, trotz des verführerischen Tons in der Stimme, gewesen. "Natürlich nicht", lächelte er, wobei er jenes kaum merkliche Zögern an den Tag legte, welches einen immer dann überkam, wenn man mit einer ungewöhnlichen Situation konfrontiert wurde. Doch dann hatte er sich wieder im Griff und trat ganz dicht an sie heran, bis er ihr den Blütenduft ihres Parfüms riechen konnte. Sofort drängte sie sich ihm entgegen und legte ihre Arme in seinen Nacken und Worronow zögerte nicht länger, den Umhang zu teilen und seine Hände über die nackten Hüften der schlanken Frau, zu ihrem Po gleiten zu lassen. Mit Nachdruck zog er sie zu sich heran und legte seine Lippen auf ihre. Diese erfahrene, achtunddreißigjährige Frau zu küssen, und von ihr geküsst zu werden weckte automatisch wieder sämtliche Lebensgeister in ihm. Hoshi Sato, die sich fast wie eine Schlange in dem festen Griff des jungen Mannes wand, ließ ihre Hände zielstrebig zur Gürtelschnalle seiner Hose gleiten, öffnete sie zusammen mit den Magnetverschlüssen und schob die Hose schließlich fordernd über seine Hüften nach unten. Im nächsten Moment tastete sich ihre Rechte zwischen seine Beine und Conrad Worronow sog hörbar die Luft durch die Nase ein. Überraschend zog sie ihr Gesicht zurück, blickte herausfordernd in die hellen, wasserblauen Augen ihres Gegenübers. Dann deutete sie hinüber zur Tür und hauchte verlangend: "Lass uns wieder hineingehen, und dann nimm mich." Wie bereits am Vorabend wurden alle vorhandenen Bedenken in ihm Gegenstandslos, als er sie einfach anhob und zurück in ihr Schlafgemach trug. Sie gab einen heiseren Schrei von sich, als Conrad sich einfach rücklings mit ihr in das breite Bett fallen ließ, wobei der Rahmen aus einem exotischen, fast schwarzen Holz, ein verdächtiges Knarren von sich gab. "Du bist ein verrückter Hund!" schimpfte sie gespielt finster und zog ihm die Hose nun vollends aus, um im nächsten Moment jeden Zentimeter seines atlethischen Körpers mit Küssen einzudecken. Anders als am Vorabend, nahm sie sich viel Zeit beim Vorspiel und ließ ihn erst in sich eindringen, als sie beide vor Leidenschaft fast zerflossen. Auf Conrad liegend gab Hoshi das Tempo vor, wobei sie den jungen Mann zwischenzeitlich immer wieder auf die Folter spannte, bis er fast wahnsinnig wurde. Sie kamen fast gleichzeitig und Conrad Worronow war es, als würde etwas in seinem Kopf explodieren. Schweratmend nahm er wahr, wie sich Hoshi zurückbeugte und schließlich auf seinen Oberkörper zurücksinken ließ, wobei sie ihn in sich behielt. Conrad legte seine Arme um sie und schloss für einen Moment lang seine Augen. Als er sie wieder öffnete fiel sein Blick auf die linke obere Kante des Kopfendes. Verwundert runzelte er die Stirn und fragte, noch immer etwas atemlos: "Was haben denn die Kerben dort zu bedeuten, Engelchen?" Hoshi, bewegte sich auf ihm, und für einen Augenblick glaubte er ein Glitzern aus dem Augenwinkel gesehen zu haben. Doch als er direkt in ihr Gesicht sah, war es fort und er achtete nicht weiter darauf. Hoshi Sato schob sich ein Stück nach oben und beugte sich vor, bis sich fast ihre Nasenspitzen berührten. Sie lächelte ihn an und drehte sich gleichzeitig etwas auf ihre linke Seite. Für einen kurzen Augenblick spürte er etwas Kaltes auf seiner Brust. Im nächsten Moment riss er seine Augen unnatürlich weit auf, als ein brennender Schmerz durch seine Brust jagte, nach seinem Herzen griff und es in flüssiges Feuer verwandelte. Die Hitze jagte blitzartig durch seinen gesamten Körper und schien ihn verbrennen zu wollen. Das Lächeln der Imperatrice bekam einen diabolischen Zug, als sie jene schon bekannte Mischung aus Überraschung und Unglauben im Blick des jungen Systemanalytikers entdeckte, während sie ihren Dolch, mit festem Griff, unbarmherzig bis zum Heft in seine Brust drückte. Im nächsten Moment brach sein Blick und der Kopf rutschte leblos zur Seite. Langsam zog die Imperatrice ihren Dolch aus seinem Körper und wischte ihn am Laken sauber, während sie sich nun endlich von ihm löste. Diese Bettwäsche war sowieso hin. Spöttisch blickte sie auf das leblose Gesicht des jungen Mannes bevor sie sich von seinem Anblick abwandte und die scharfe Klinge ihres Stiefeldolches auf das Kopfende des Bettes legte. "Dazu sind die Kerben da, Honey", flüsterte sie fast lautlos, bevor sie eine neue Kerbe in die Oberkante des Kopfendes ritzte. Danach stieg Hoshi Sato, fast beschwingt, aus dem Bett, schob den Dolch zurück in das Stiefelfutteral und warf sich wieder den Umhang über, bevor sie über den hellen Marmorboden zur zweiten Tür des Schlafzimmers schritt, welche hinaus auf den Säulengang führte. Sie rief die beiden, am Treppenaufgang postierten Wachen, die ein paar bezeichnende Blicke austauschten, zu sich und wies sie an, die Leiche beiseite zu schaffen und danach das Bett neu beziehen zu lassen. Sie selbst brauchte jetzt erst einmal eine heiße Dusche. Danach, so hoffte sie, würde sie dann endlich noch ein paar Stunden Schlaf finden...
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